Florida 2015 (November)

Der Start in Miami

Bei Schmuddelwetter in Deutschland noch einmal schön in die Sonne, also ab in den "Sunshine State"! Gestartet sind wir in Amsterdam, denn es gibt immer wieder sehr günstige Flug + Mietwagen Kombinationen für Florida, wenn man über TUI Niederlande bucht. Für unter 500€ hatten wir Hin- und Rückflug, inklusive Mietwagen.

Nach einem Zwischenstop in Orlando kamen wir Nachmittags in Miami an, leider stand uns als Begrüßungskomittee nicht die Sonne sondern eine Gewitterfront gegenüber. Ich muss allerdings sagen, es war schon ein faszinierender Anblick, aus dem Flugzeug heraus die Everglades zu überblicken als das Gewitter sich dort wie eine riesige Wand aufbaute. Die Mietwagenübernahme klappte am Flughafen wunderbar. Mich hat es in den Fingern gejuckt ein Upgrade auf einen Sportwagen zu machen, sodass wir für knapp unter 200€ den neuen Ford Mustang bekamen. Als TIPP: Wer ein Upgrade machen möchte, sollte auf jedenfall am Mietwagenschalter hart verhandeln! Der ursprüngliche Preis für den Mustang lag glaube ich bei knapp 500€ extra.

Für die ersten zwei Nächte haben wir uns eine besondere Übernachtungsmöglichkeit rausgesucht. Wir wollten unbedingt eine perfekte Lage am Miami South Beach für unseren Aufenthalt. Dort kann man aber normalerweise nur zu sehr stolzen Preise nächtigen. Also haben wir uns ein modernes Hostel rausgesucht: Posh South Beach Hostel (http://www.poshsouthbeach.com/). Das Hostel ist sehr sauber, modern und sicher! Allerdings schläft man hier in einem Schlafsaal mit bestimmt 20 Leuten. Die Betten sind groß und man hat unter den Betten Schubladen zum abschließen. Wer also für 1-2 Nächte kein Problem mit fehlender Privatsphäre hat, bekommt ein SUPER Hostel in der besten Lage die es gibt. Als kleinen Bonus bekommt man im Nachbarhotel von 18-19 Uhr gratis Cocktails, so viele man will ;-)

Am nächsten Morgen waren wir aufgrund des Jetlags schon sehr früh wach! Diese Tatsache nutzten wir allerdings zu unserem Vorteil, sodass wir über den menschenleeren Ocean Drive und durch den Lummus Park spazierten. Es war wirklich atemberaubend, wie die Sonne langsam zwischen den Palmen hochkroch und alles in ein goldenes Licht hüllte. Sehr skurill waren die vielen Weihnachtsdekorationen an den Palmen! Wir mussten uns erstmal bewusste machen, dass es nur noch etwa ein Monat bis Weihnachten war und wir hier bei über 20°C zwischen Palmen entlang spazierten.

Der Venetian Pool

Nun standen Ausflüge innerhalb Miamis auf dem Programm: Zuerst ging es zum Venetian Pool. Er ist eine Art kleines Freibad inmitten der wohlhabenden Nachbarschaft Coral Gables. Alleine die Fahrt durch diese Nachbarschaft lohnte sich schon, denn man merkte allem dort den Wohlstand an, sei es die Straßen, die Gärten, die Häuser oder die Autos. Hier fährt man staunend und mit offenem Mund hindurch. Der Venetian Pool liegt, wie gesagt, inmitten dieser Nachbarschaft. Man wird allerdings freudig überrascht sein, wenn man "nur" 5$ Eintritt für diesen exklusive Pool bezahlen muss. Wunderschön und nicht überlaufen sollte man hier auf jedenfall einen halben Tag einplanen!

Little Havanna

Nach unserem Planschausflug in dieser schön angelegten Poollandschaft ging es nach Little Havanna auf die Calle Ocho. Dort kann man die Straße einmal hoch und runter schlendern und eine bunte Mischung aus alt eingesessenen Migranten aus Kuba und einigen Touristen treffen. Ich bin mir selbst noch nicht so ganz klar darüber, wie ich Little Havanna finden soll. Es hat wirklich Flair die Calle Ocho entlang zu spazieren und in eine der vielen Bars, Restaurants oder Zigarrengeschäft einzukehren. Es ist alles noch etwas urtypischer, man kann hier mal eben in einem offenen Shop die Fruchtauslage inspizieren und sich eine frische Kokosnuss aufschlagen lassen. Im Hinterhof sind ein paar Bänke an denen etwas gespielt wird, während einige Hühner kreuz und quer herumlaufen. Andererseits gibt es auch hier mitten im Zentrum der Calle Ocho einen Mc Donalds und die typischen Touri Info Center. Die Umgebung ist nicht besonders schön, aber an einigen Stellen wurde sie mit Wandmalereien und Grafitti verschönert. Irgendwie ist diese Straße eine Touristenstraße, welche aber dennoch von alt Eingesessenen zum Kneipenbesuch oder zum Domino spielen genutzt wird.

Nightlife am Ocean Drive

Gegen Abend ging es dann auf den berühmten Ocean Drive, um dort in einer der vielen Cocktail Bars zu sitzen und das Treiben anzuschauen. Wir entschieden uns für das Mango's Tropical Cafe, da wir schon einiges darüber gelesen hatten. Wir ergatterten einen Platz draußen vor der Tür und bestellten uns einen Riesencocktail und eine Art Flammkuchen. Der Preis für beides zusammen war mit etwa 60$ nicht grade günstig, aber das liegt alleine an der Lage mitten im Geschehen. Immerhin durften wir anschließend kostenlos in den Club, für den man eigentlich noch hätte Eintritt bezahlen müssen. Dort wurde eine Show lateinamerikanischer Tänze dargeboten, welche ganz nett anzuschauen war. Der Club war ziemlich voll, sodass wir mit Mühe einen guten Platz an der Bar ergattern konnten. Anscheinend ist das Mango's eine Art Kult Club, jedoch fand ich es jetzt nicht besonders toll dort. Im Großen und Ganzen ist der Ocean Drive einfach DIE eine Straße mit Restaurants, Bars und Clubs auf der einen Seite und der Strandpromenade auf der anderen Seite.

Key Biscayne und die Ostküste

Am nächsten Tag haben wir erst noch einen Abstecher zu Key Biscayne gemacht, in der Hoffung dort etwas schnorcheln zu können. Dieses Vorhaben stellte sich leider als vergeblich heraus, da dort keine Riffe sondern nur flache Strände vorzufinden waren. Für einen Strandausflug etwas abseits von Miami eignete sich diese vorgelagerte Insel aber ganz gut. Wir parkten auf dem großen Parkplatz des Crandon Park. Neben einem echt hübschen Strandabschnitt gab es dort noch einen schön angelegten Park mit vielen Vögeln und Leguanen. Insbesondere die Pfauen liefen dort kreut und quer über die Wege. Auf einem Schild wurde zwar vor Alligatoren gewarnt, jedoch haben wir dort keine finden können.

Von nun an hieß es "raus aus Miami", denn wir wollten mehr von dem natürlichen Florida kennenlernen. Unser Trip startete von Miami aus in Richtung Norden nach Orlando. Ich nehme schonmal vorweg, es wurde aufgrund mehrerer Sachen zu einer sehr anstrengenden Fahrt. Wir wollten am Meer entlang die Ostküste hochfahren (die Straße A1A). Dies stellte sich als Fehler Nummer 1 heraus, denn im Großraum Miami schafften wir in zwei Stunden grade mal ca. 50km von den etwa 400km die vor uns lagen. Da wir den Vormittag auf Key Biscayne verbracht hatten, war es mittlerweile schon Nachmittag. Dies stellte sich aufgrund der vor uns liegenden Strecke zeitlich gesehen als Fehler Nummer zwei heraus. Nach dieser ersten Etappe durch den staureichen Großstadtdschungel entschieden wir uns auf die Interstate 95 auszuweichen um schneller voranzukommen. Hinzu kam noch die Tatsache, dass uns die bisherige Strecke überhaupt nicht gefiel. Die gesamte Küste rund um Miami ist mit Hotelbunkern und den jeweiligen Privatstränden zugebaut. Wir hatten uns mehr Strandpromenaden, Strände und Meerblick erhofft. Ab und an gab es im späteren Verlauf noch mal die ein oder andere Möglichkeit bis an die mittlerweile natürlich wirkendere Küste heranzufahren. Wir konnte aufgrund des Zeitdrucks nur wenige Fotos machen. Gegen späten Abend (21-22 Uhr) kamen wir dann in Kissimmee an, wo wir in einem Motel übernachteten. Von hier aus sollte es am nächsten Tag zu den Universal Studios gehen.

Die Universal Studios

Die Universal Studios warteten heute auf uns! Früh am Morgen aufgestanden ging es los in Richtung der Freizeitparks rund um Orlando. Da wir eigentlich erst spontan während der letzten Tage überlegt hatten die Universal Studios zu besuchen, wollten wir mit einem Trick diesen teuren Spaß etwas günstiger gestalten. Angeblich könne man an einigen Shops und Tankstellen noch nicht abgelaufene Wochenkarten von anderen Personen sehr günstig erwerben. Nach einer etwa einstündigen Absuche diverser Tankstellen und Ticketshops stellte sich dieses Vorgehen als sinnlos heraus. Überhaupt an solche Überbleibse heranzukommen ist schon schwer, aber hinzu kommt noch, dass das Angebot nur für Staatsbürger aus den USA gilt. Naja, egal. Also einfach stumpf zu den Eingangstoren der Universal Studios gefahren und die 140€ Eintrittspreis pro Person + 20€ Parkgebühr bezahlt. Dafür hatten wir Zugang zu beiden Bereichen des großen Parks. Der Park ist nicht mit Phantasialand und Co. aus Deutschland zu vergleichen, denn alles ist irgendwie größer und "mehr"! Besonders die Harry Potter Welt war echt ziemlich cool gestaltet. So etwas wie den Hogwarts Express habe ich in Deutschland noch nie in einerm Freizeitpark erlebt. Thema des gesamten Parks ist natürlich Film und Fernsehen. Es gibt relativ wenig echte Achterbahnen, dafür aber sehr viele von den 4D Simulatoren. Der Park macht Spaß, nur der Preis ist recht hoch für deutsche Verhältnisse.

Der Ocala National Forest

Auf die schillernde Welt von Film und Fernsehen in den Universal Studios folgte am nächsten Tag ein komplettes Kontrastprogramm. Natur pur in dem subtropischen Waldgebiet Ocala National Forest! Eine große Auswahl an Quelltöpfen im gesamten Waldgebiet macht es schwer sich zu entscheiden, wo es denn hingehen soll. Wir entschieden uns für Juniper Springs, welche bei Tripadvisor viele guten Bewertungen hatte. Hier konnten wir in einem extrem klaren, aber auch relativ kalten Quelltopf schwimmen gehen. Umgeben von subtropischen Pflanzen inmitten dieses riesigen Waldgebietes war es ein tolles Gefühl durch diesen natürlichen Pool zu gleiten. Der Pool gehört zu einer Campinganlage, jedoch waren wir fast die einzigen, die hier ein Bad genossen. Hier ist Florida nach meinem Gefühl am wenigsten touristisch, denn viele Menschen kommen wegen der Strände an Ost- und Westküste, sowie den Themenparks rund um Orlando. In diesem Naturschutzgebiet zentral Floridas hatten wir keine Begegnugen mit Touristenmassen. Nach unserem Bad in dem Quelltopf hatten wir uns eine etwa 5 Stündige Kayaktour über den Juniper Fluss vorgenommen. Abenteuer pur! Durch einen dichten Urwald ging es über diesen seichten Fluss mehrere Kilometer durch teils schwierige Flusspassagen. Es gab sehr viele Schildkröten zu sehen und auch ein Alligator kreuzte unseren Weg. Für Naturfreunde ein absolut empfehlenswerter Trip!

Manatees bei Crystal River

Rund um den gesamten Küstenabschnitt bei Crystal River kann man mit den Manatees schnorcheln gehen. Die Seekühe sind ruhige und liebenswerte Tiere, die sich hier an den Flussmündungen zu hunderten versammeln. Ich weiß nicht mehr über welchen Anbieter wir die Schnorcheltour gebucht haben, aber ich glaube im großen und ganzen sind die Angebote sehr ähnlich. Mit einem Boot mit geschätzt 10 Personen fährt man die Manatee Hotspots an und springt dann ins Wasser um mit den Tieren auf Tuchfühlung zu gehen. Das Wasser war leider relativ trüb und einige Schnorchler stellten sich sehr unbeholfen an, sodass sehr viel Sediment aufgewirbelt wurde. Zu meiner persönlichen Enttäuschung wurde es nach einigen Minuten schon sehr kalt im Wasser, sodass ich relativ schnell wieder aufs Boot zurückgeklettert bin. Alles in allem war es eine schöne Erfahrung so nah an die Tiere heranzukommen, jedoch hätten die Umstände (kaltes und trübes Wasser, sowie zu viele unbeholfene Mitfahrer) besser sein können.

Myakka River State Park

An der Westküste liegt bei Sarasota ein wunderbarer State Park. Dieser ist zwar nicht so bekannt wie die Everglades, hat aber dennoch eine beeindruckende Tiere- und Pflanzenwelt zu bieten. Von der State Road 72 kommt man zum Eingangstor des Parks wo man eine geringe Gebühr von etwa 6$ bezahlen muss. Nun schlängelt sich eine kleine Asphaltstraße durch dichten Wald und Marschland entlang des Myakka River. Mein absoluter Geheimtipp ist hier eine Brücke die man auf dem Weg überquert (es ist die einzige Brücke auf dem Weg). Hier sollte man auf jedenfall anhalten! Von der Brücke aus kann man unzählige Alligatoren und diverse Vögel beobachten. Sowohl im November als auch im April waren immer sehr viele Tiere hier. Im weiteren Verlauf der Straße gibt es immer wieder Haltebuchten, von denen aus man kleinere Rundgänge durch den subtropischen Wald unternehmen kann.

Sanibel Island

Auf dieser Insel bei Fort Myers findet man nicht nur wunderschöne Sandstrände, sondern mit dem JN Ding Darling National Wildlife Refuge auch ein Magrovengebiet, welches es zu erkunden gilt. An der Südostspitze von Sanibel Island befindet sich ein sehr natürlicher kleiner Sandstrand, an dem man den vielen Pelikanen beim Fischen zuschauen kann. Außerdem haben wir noch einen Fischadler beim fressen in einem Baum entdeckt. Hier kann man schön entspannen, ohne dass es zu voll ist und alles künstlich wirkt. Auf Captiva Island ganz im Norden von Sanibel kann man den Wohlstand der Menschheit bestaunen, hier reiht sich ein riesen Anwesen an das nächste. Es macht echt Spaß einfach mal hier lang zu fahren und in Träume zu verfallen, was wäre wenn... Am Ende von Captiva Island wartet ein relativ großer Sandstrand, welcher ganz schön ist, aber irgendwie nix besonderes zu bieten hat. Als Übernachtungsmöglichkeit mit unserem Zelt diente uns der Periwinkle Trailer Park. Der Campingplatz ist auf jedenfall ganz ok, jedoch musste man von hier aus noch ein Stück zum Strand laufen (ca. 15 Minuten).

Die Everglades

Es führen zwei Hauptrouten auf der Ost-West Achse durch die Everglades: Die Interstate 75 (Autobahn) und der Highway 41 (Bundesstraße). Für eine schnelle Durchfahrt wählt man die Interstate 75, wenn man jedoch viel sehen möchte muss man den Highway 41 nehmen. Wir verbrachten sogar eine Nacht an der mangrovenreichen südlichen Küstenlinie der Everglades. Südlich von Everglades City kommt man auf die vorgelagerte Insel Chokoloskee, hier zelteten wir auf dem Chokoloskee Island Park & Marina. Es war kein Campingplatz in der Wildnis, aber dennoch lohnt sich ein Abstecher für einen wundervollen Sonnenuntergang in den Everglades. Rund um Everglades City werden noch einige Airboat Touren angeboten, jedoch würde ich damit warten, bis man mitten im Everglades Park ist. In Richtung Miami werden noch diverse Touren Angeboten!

Am nächsten Tag ging es auf dem Highway 41 weiter in Richtung Osten. Hier lohnt sich auf jedenfall ein Umweg über die Loop Road, welche bei der Monroe Station nach rechts von dem Highway abgeht. Die Loop Road nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch als der Highway, aber hier hat man große Chancen einige Alligatoren und diverse Vögel zu beobachten!

Irgendwann stößt die Loop Road automatisch wieder auf den Highway 41, auf dem es weiter in Richtung Osten geht. Immer mehr Airboat Anbieter säumen den Weg! WICHTIG: Die Touren finden nur bis Nachmittags statt, gegen 16:00 Uhr machen die meisten Airboat Anbieter zu! Irgendwann führt wieder eine Straße rechts ab, welche ins Shark Valley führt. Hier wird ein Eintrittsgeld fällig, da man den offiziellen Nationalpark betritt. Dieser Teil des Nationalparks besteht aus einer mehreren Kilometer langen Sackgassenstraße, welche tief in die Everglades hineinführt. Diese Straße kann man entweder zu Fuß, per Leihfahrrad oder per geführtem Fahrzeug erkunden. Der eigen PKW ist tabu. Hier findet man wieder viele Alligatoren und Vögel am Wegesrand!

Im Anschluss haben wir uns für eine Airboat Tour entschieden, welche kurz hinter dem Shark Valley auf der linken Seite des Highway 41 befand. Tigertail Airboat Tours bot einige Vorteile für uns: Zum einen waren es recht kleine Boote für wenige Personen, das Unternehmen wurde von Ureinwohnern in Familientradition geführt und die Tour beinhaltete einen Landgang auf eine Insel, auf der man Baby Alligatoren und Schildkröten sehen konnte!

Nun führte der Weg vorerst raus aus die Everglades. Der Highway 41 endete und es gind weiter in Richtung Homestead. Von Homestead aus ging es nun wieder in die südlichen Everglades. Auch hier wird wieder ein Eintrittsgeld für den Nationalpark fällig. Eine etwa 60 km lange Straße führt durch die Everglades zu der Stadt Flamingo, welche die Endstation am südlichen Rand der Everglades darstellt. Immer wieder säumen Stichstraßen mit kleineren und größeren Wanderwegen und Aussichtsposten den Weg. Dieser Teil der Everglades hat mir wirklich sehr gut gefallen! Er spiegelt mit Hilfe der Aussichtsposten und Wanderwegen die Dimensionen der Everglades wieder. Jedoch habe ich hier weniger Tiere gesehen, als zuvor entlang des Highway 41.

Die Florida Keys

Von Homestead aus fährt man ca. 200 km bis Key West, das den Endpunkt der Keys und den südlichsten Punkt der USA darstellt. Die Strecke lohnt sich alleine schon wegen ihren vielen kleinen Inseln und Brücke, welche man passiert. Auf den Keys dreht sich alles ums angeln, tauchen und sonnenbaden. Rei Robbie's Marina hatten wir eine Kayaktour geplant, welche jedoch aufgrund des starken Windes ausgefallen ist. Aufgrund des starken Windes sind wir leider direkt bis Key West durchgefahren und haben die schöne Aussicht auf dem Weg nur vom Auto aus genossen. Key West selbst bietet auch einen schönen Strand mit Palmen und feinem Sand. Der Strand war nicht überfüllt und sehr sauber. Key West selbst bietet karibisches Flair, man findet immer wieder wunderschöne Villen und Holzäuser mit großen Veranden. Die Duval Street ist die ausgeh- und Flaniemeile von Key West. Es ist eine typische Touristenstraße, wo sich Souvenirläden, Bars, Restaurants und Ausflugsanbieter aneinander Reihen. Dieser Touristentrubel trübt ein wenig das karibische Flair hier unten am südlichsten Punkt der USA. Highlight des touristischen Schauspiels ist der Sonnenuntergang am Mallory Square, bei dem man dicht an dicht steht um einen Blick auf den Sonnenuntergang zu erhaschen. Wir hatten keine Lust auf dieses dicht gedrängte Schauspiel und ließen uns in einer der vielen Bars auf der Duvalstreet nieder. Anschließend spazierten wir durch die Straßen etwas Abseits des Trubels, wobei wir viele hübsche Gärten und Häuschen entdeckten.

Auf dem Rückweg richtung Miami haben wir an dem Bahia Honda State Park halt gemacht. An der süwest Seite hat man eine kleine geschützte Bucht, an der man schön baden kann. Der Strandbereich selbst ist recht klein und kann an Sonn- und Feiertagen schonmal sehr voll werden. Die südost Seite hat einen größeren Strandbereich, welcher jedoch oft von starken Winden heimgesucht wird. Dort gibt es auch ncoh einen kleine Trail den man laufen kann, der ganz nett jedoch nicht spektakulär ist. Ingesamt ist der Bahia Honda State Park echt schön und ein Besuch lohnt sich. Von der alten Brücke aus, hat man einen wundervollen Rundumblick auf den Park und das Meer.

Dies war unser letzter Tag in Florida und es ging von hier aus zurück nach Miami.